AK-74: Die Weiterentwicklung des sowjetischen Sturmgewehrs

AK-74. Foto: Wikimedia
AK-74. Foto: Wikimedia

Das AK-74 (Автомат Калашникова образца 1974 года – Automatisches Kalaschnikow-Gewehr Modell 1974) ist ein Sturmgewehr, das in der Sowjetunion von Michail Kalaschnikow als Nachfolger des legendären AK-47 entwickelt wurde. Es wurde 1974 offiziell in Dienst gestellt und wird bis heute in vielen Konflikten weltweit eingesetzt.

Wichtigste technische Merkmale

  • Kaliber: 5,45×39 mm
  • Länge: 940 mm (mit ausgezogener Schulterstütze)
  • Gewicht: ca. 3,3 kg (mit vollem Magazin)
  • Magazinkapazität: 30 Standardpatronen
  • Feuermodus: automatisch und halbautomatisch
  • Feuerrate: ca. 600–650 Schuss pro Minute
  • Effektive Reichweite: bis zu 500 Meter

Neuerungen gegenüber dem AK-47

Der größte Unterschied zwischen dem AK-47 und dem AK-74 liegt im Kaliber: die neue 5,45×39 mm Patrone hat weniger Rückstoß, eine höhere Präzision und eine höhere Mündungsgeschwindigkeit, was die Kontrolle im automatischen Feuer verbessert. Auch das Design wurde verbessert – unter anderem durch eine effektivere Mündungsbremse, die das Hochschlagen beim Schuss reduziert.

Bekannte Varianten

AKS-74: Version mit seitlich klappbarer Metall-Schulterstütze, ideal für Fallschirmjäger.

AK-74M: Modernisierte Version mit klappbarer Kunststoffschulterstütze und Montageschienen für Zubehör.

AK-74U: Kompakte Kurzlauf-Version, verwendet von Spezialeinheiten und Fahrzeugbesatzungen.

Weltweite Nutzung

Neben Russland wurden das AK-74 und seine Varianten weitreichend in Länder des ehemaligen Ostblocks exportiert und sind noch heute in Armeen Osteuropas, Zentralasiens, des Nahen Ostens und Afrikas im Einsatz. Es wird auch häufig in aktuellen Konflikten wie dem Krieg in der Ukraine eingesetzt – dank seiner Robustheit und einfachen Wartung.

Das AK-74U im Spezialeinsatz

AK-74U
AK-74U. Foto: Wikimedia

Das kompakte Modell AK-74U wird häufig von Spezialeinheiten und schnellen Eingreiftruppen verwendet. Es eignet sich besonders für den Häuserkampf und CQB-Situationen (Close Quarters Battle – Nahkampf). Auch bei Polizei- und Militäreinheiten, die in Fahrzeugen oder Hubschraubern agieren, ist es sehr beliebt.

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